Erzdiözese

Generationenwechsel im Diözesanrat - Erzbischof Nayis: "Wir müssen in Liebe und Eintracht arbeiten, um Gott dienen zu können."  


Bei ihrer jährlich stattfindenden Vollversammlung hat die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland am letzten Wochenende einen neuen Diözesanrat gewählt. Jede Syrisch-Orthodoxe Kirchengemeinde durfte satzungsgemäß einen Delegierten nach Warburg entsenden. Zusätzlich nahmen vier Geistliche aus dem Priesterkonvent an der  Versammlung teil.   
Eröffnet wurde die Vollversammlung mit einem Gebet und einer Ansprache von Erzbischof Mattias Nayis, welcher der Erzdiözese Deutschland seit Dezember vorsteht. Das Oberhaupt der Syrisch- Orthodoxen Kirche, die knapp 100.000 Gläubige zählt, bedankte sich beim scheidenden Vorstand unter der Führung von Ibrahim Savci und betonte in seiner Rede v.a., dass der neue Vorstand in Liebe und Eintracht die großen Aufgaben anpacken müsse.  
Mit einem Appell verabschiedete sich der scheidende Vorsitzende, Ibrahim Savci: „Wir haben mit bestem Wissen und Gewissen unsere Arbeit gemacht und wünschen dem neuen Vorstand Gottes Segen. Drei große Aufgaben möchte ich ihnen mit auf den Weg geben: die Anerkennung der Kirche als Körperschaft des Öffentlichen Rechts weiterzuführen, das Thema Bildung im Kloster St. Jakob zu forcieren und eine effiziente Struktur in der Arbeit der Erzdiözese aufzubauen.“ Bei der Neuwahl des Diözesanrats wurde Dr. Raid Scharbil Gharib aus Pfullendorf zum Vorsitzenden des Diözesanrats gewählt. Der Diözesanrat ist das höchste Gremium der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland und ist dem Erzbischof unterstellt. Gharib bedankte sich besonders beim Erzbischof. Er habe einen frischen Wind in die Erzdiözese gebracht. Dem scheidenden Vorstand sprach Gharib seinen Respekt aus, der mit seinem Verzicht den Weg für den Generationenwechsel geebnet hatte: „Diese Wahl ist ein eindeutiges Aufbruchssignal in einer schwierigen Zeit. Die Delegierten haben bewusst eine junge Mannschaft gewählt. Uns erwartet eine Mammutaufgabe mit einem neuen Bischof, einem großartigen
 
Kloster voller Potenziale, aber auch Flüchtlingen aus Syrien, die durch den Bürgerkrieg ihre Heimat verlassen mussten und hier Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit allen Gemeinden werden wir diese Aufgaben mit viel Gottvertrauen und Frohmut anpacken.“  


Weitere Mitglieder im Diözesanrat sind Davut Aslan (Paderborn, 2. Vorsitzender), Daniel Elias (Hamburg, 1. Schriftführer), Ferit Yigit (Ahlen, 2. Schriftführer), Besim Gabriel (Gütersloh, 1. Kassierer), Fahmi Coban (Rheda-Wiedenbrück, 2. Kassierer), Gabriel Aslan (Paderborn, Klosterausschuss), Elias Cello (Göppingen, Öffentlichkeitsarbeit), Stayfo Turgay (Gießen, Bildung&Kultur), Ilyas Köse (Schlichtungsausschuss).  

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche v. Antiochien in Deutschland zählt schätzungsweise 100.000 Mitglieder in Deutschland. Sie gehört zur Familie der altorientalischen Kirchen und geht auf die Gründung der Gemeinde in Antiochien durch den Apostel Petrus zurück. Liturgiesprache ist bis heute das Aramäische, die Sprache Jesu Christi. Im Kloster St. Jakob v. Sarug in Warburg (Westfalen) ist der Bischofssitz des amtierenden Oberhaupts der Syrisch-Orthodoxen Kirche v. Antiochien in Deutschland, Erzbischof Philoxenus Mattias Nayis.

 

© Syrisch Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland
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